Neuerungen bei der Silbentrennung
Um die neuen Regeln der Trennung vollständig zu erklären, ist es notwendig, die unveränderten Grundregeln mit einzubeziehen. Die am weitesten verbreitete und am einfachsten anzuwendende Regel bezieht sich auf die Trennbarkeit eines Wortes nach seinen Sprechsilben, die sich beim langsamen Sprechen herausstellen lassen. Beispiele hierfür sind lau-fen, Fahr-rad, Trep-pe.
Zusammengesetzte Wörter lassen sich stets in ihre Bestandteile trennen: Seifen-blase, Radier-gummi, Holz-leiter.
Dies gilt auch für sämtliche Präfixe, also Vorsilben, die viele Wörter unseres Sprachgebrauchs ergänzen: ver-brauchen, be-graben, ge-fährden.
Bei angehängten Silben (Suffixe) wie z. B. –ung oder –keit funktioniert dies eingeschränkt: Hei-zung, Verfügbar-keit, Sicher-heit. Diese Endungen sind demnach keine Silben, denn oft gehört ein Konsonant des Wortstamms zur Endungs(Sprech-)Silbe.
Beachtet man diese Vorgaben, kann man auf die meisten Trennungsfälle reagieren.
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